STYLE ArchitekturRoberto Ercilla
Gewinner des Architekturpreises
22. December 2006 | 09:28
Fahren wir die Landstrasse nach Sant Joan, können wir nur wenige Kilometer von Sant Llorenç de Balàfia entfernt und zwischen Pinien versteckt, auf die Wiedergeburt des ibizenkischen Landhauses treffen: Can Murtera des Puig. Das von Roberto Ercilla auf alten Ruinen und ein paar Terrassen angelegte Haus ist Gewinner des Architekturpreises 2001-2003, der von der Architektenkammer von Ibiza und Formentera verliehen wird. Laut Jury ist das Haus ein gutes Beispiel dafür, wie die Moderne mit der traditionellen und überaus geschätzten Architektur der Pitiusen in Einklang gebracht werden kann. Als Roberto Ercilla seine eigenes Haus entwarf, hat er in der Tat die wichtigsten Faustregeln der ibizenkischen Architektur beachtet: Die würfelförmigen Rauminhalte in weißem Kalk, wenige Fenster und die Südlage der Hauptfassade. Die Jury betont: „Die ausgeklügelte Lage des Gebäudes auf dem Grundstück neben der Zisterne mit angeschlossenem Pool, der kleine bestehende Gemüsegarten, der Johannisbrotbaum und das Garagenhäuschen bilden ein zusammenhängendes Gefüge, das zwischen der Landschaft und dem Haus vermittelt”. Und schließlich ist die schlichte Auswahl an Mobiliar, Beschaffenheit und Ausführung „ein Beispiel für Nachhaltigkeit in Bezug auf die Umgebung, indem man eine Form des Wohnens vorgibt, die sich ganz natürlich im ländlichen Umfeld eingliedert”. Somit hat Roberto Ercilla ernsthafte Überlegungen angestellt und eine neue Vision erschaffen, wie man in Zukunft stilmäßig auf der Insel bauen sollte.