Lourdes Grivé Architekturfotografie in den Ruinen von Ibiza
06. March 2008 | 13:22
Die Galerie Es Molí in der Ctra. von San Miguel öffnete von März bis Anfang April ihre Pforten, um eine neue Ausstellung zu präsentieren. Anlass hierfür waren die ibizenkische Fotografin Lourdes Grivé und ihre Bilder von der Architektur in den Ruinen Ibizas und Formenteras: eine fotografische Arbeit in Schwarz-Weiß, die das Spiel mit dem Licht erstklassig zur Geltung kommen lässt.
Trotz ihres vergleichsweise jugendlichen Alters kann Grivé bereits jetzt einen beeindruckenden professionellen Werdegang vorweisen. Unter den von ihr gewonnenen Auszeichnungen finden sich „Lux mención junior 2000“, „Lux Bronze“ (Kategorie „Architektur und Innenraum“, 2003), das „Meistprämierte Foto des Publikums“ (San Antonio, 2005) und „Lux plata“ (Kategorie „Architektur und Innenraum“, 2007).
Lourdes Grivé hat in Barcelona studiert und gearbeitet. Als sie zurück nach Ibiza kam, spezialisierte sie sich auf die Architektur-Fotografie. Sie entschied sich erst nach reiflicher Überlegung für diesen Bereich der Fotografie, nachdem sie ihre ersten Ausstellungen zusammen mit ihrem Onkel, dem Architekten Salvador Roig, durchgeführt hatte.
Obwohl die Fotografin glaubt, dass ihre Präferenz eher zufällig entstanden ist, erklärt sie uns: „Die typische Bauweise von Ibiza und Formentera ist ein Thema, das mich schon immer interessiert hat. Der baufällige Zustand, in dem sich einige Häuser befinden – zu ihrer Zeit von einer Gruppe anerkannter Architekten entworfen – oder die übertrieben modernisierten Umbauten von anderen bekümmern mich. Vor allem dann, wenn die Jahre vergehen und man beobachten kann, dass sich diese Gebäude immer noch in demselben Zustand befinden.“
Ihre neueste, in der Galerie „Es Molí“ ausgestellte Arbeit konzentriert sich daher auf die traditionellen Bauelemente in den Ruinen: ein Thema, das sie zurzeit sehr beschäftigt. Aber Grivé hat auch in Formentera und Barcelona ausgestellt. Außerdem hat sie schon mit verschiedenen Publikationen zusammengearbeitet, wie etwa „Avui“; „El País“; „Mujer 21“, dem Magazin der „La Vanguardia“ und nicht zuletzt mit IBIZA&FORMENTERA STYLE.
Während unseres Treffens können wir beobachten, dass Lourdes Grivé einen freundlichen und optimistischen Charakter besitzt und dass sie einen Energiefluss zu übertragen vermag, der im Gegensatz zu ihren Fotos steht, die eher von Frieden und Ruhe dominiert werden. Die Liebe zu ihrem Beruf und die konstante Arbeit scheinen die Basis ihrer Fotografie zu sein, die zweifellos einmal ihren Platz im historischen Archiv von Ibiza und Formentera finden wird.
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