Donnerstagabend im Blue Marlin. Man lümmelt auf schicken Loungebetten, schlürft Champagner oder Mojitos und schaut aufs Meer. Für chillige Musik - die schließlich dazu gehört - sorgt Goldfish. Die Köpfe dieser angesagten Band sind David Poole und Dominic Peters. Beides studierte Jazz-Musiker. Und sie sind wirklich einzigartig, denn sie mischen klassische Instrumental- und elektronische Musik zu einem ganz eigenen Afro-Jazz-House. Ihre chillige House-Musik unterlegen sie mit Saxophon, Querflöte, Kontrabass und Keyboard – live!
Ihr seid studierte Jazzmusiker. Wie kam es, dass ihr auf elektronische Musik umgestiegen seid?
Nur wenige junge Menschen hören Jazz. Als wir noch klassischen Jazz spielten, kam kaum einer unserer Freunde zu unseren Gigs. Wenn du jung bist, willst du eher mehr Fun haben. Für junge Leute sind beispielsweise Rockbands sehr viel interessanter als eine Jazzband. Als wir das erste Mal Aufnahmen von Kruder und Dorfmeister hörten – die hatten als eine der ersten Jazz mit elektronischen Beats unterlegt – hat es bei uns „Klick“ gemacht, das war WOW! Jazz mit etwas Elektronik zu mixen ist wie Wodka mit Champagner zu mixen (lachen).
Wie wurde Euer neuer Stil bekannt?
Wir hatten uns eines Tages in unserer Studentenbude eingeschlossen. Es war in Daves Schlafzimmer, wo wir unseren ersten Track selbst aufgezeichnet haben. Eine Freundin nahm ihn mit zu einer House Party. Hinterher erzählte sie uns, dass die Leute total darauf abgefahren seien. So begann alles.
Wir spielten zunächst sehr relaxte, chillige Musik – so a la Cafe del Mar. Aber auf Partys funktioniert das nicht so richtig. Dann entdeckten wir für uns die House Music. House und Jazz passen gut zusammen. Die Tempi sind ähnlich, haben einen ähnlichen Aufbau. Von rein elektronischer Musik hingegen waren wir immer frustriert, das war uns zu maschinell. Aber das dann zusammen mit Saxophon und all den anderen Instrumenten, die wir spielen, gemixt, erweckt die Musik zu richtigem Leben. Pure Elektronik ist Robotermäßig. Wir geben dem Ganzen etwas Menschliches, mehr Persönlichkeit.
Improvisiert ihr häufig, wenn ihr live auftretet oder gibt es ein festes Programm?
Niemals! Klar improvisieren wir immer spontan. Wenn wir jedes Mal das Gleiche spielen würden, das würde uns ja soooo langweilen. Oft entsteht aus einem alten Song ein neuer Song. Wir verändern ein bisschen was drum herum, schauen uns an und sagen: oh – das ist doch so viel cooler.
Man liest oft, eure Musik sei stark afrikanisch beeinflusst. Wie macht sich das bemerkbar.
Das ist uns zu Klischeehaft. Nicht alle unserer Stücke haben diesen Sound. Es ist vielleicht das Land in dem wir leben, die Umgebung unserer Heimat, die uns beeinflusst. Das wichtigste an unserer Musik ist uns, das ein Optimismus rüberkommt. Südafrika hat seine furchtbaren Zeiten hinter sich. Wir entstammen einer neuen, jungen Generation. Die Meisten unserer Generation wurden geboren, Als Nelson Mandela schon in Freiheit war. Damit begann eine neue Ära. Die gerade zu Ende gegangene Fußball WM; die sehr positiv verlaufen ist, hat das ihrige noch dazu beigetragen. Aber Südafrika fehlt noch Selbstvertrauen. Die Menschen - besonders viele Künstler - glauben nicht genug an sich selbst.
Wo spielt ihr hier auf Ibiza?
Hauptsächlich – neben einigen Privatpartys – im Blue Marlin und im Pachá
Besteht ein großer Unterschied zwischen einem Gig in einem Club oder am Beach?
Oh ja. Pachá ist sehr schön - mit seinem VIP. Da hat man einen Tisch für die Freunde und so weiter. Aber da sind die Leute etwas reservierter. Am Blue Marlin lieben wir, dass wir da tagsüber spielen, die Leute da relaxter sind, Kids rumtollen und die Leute in Short und Flip Flops rumlaufen. Häufig kommen wir mit ihnen auch ins Gespräch.
Wie unterscheidet sich für Euch Ibiza von Südafrika?
Kaum. Wir haben das große Glück, in Ibiza zu sein, wenn hier Sommer ist. Und wenn wir in Eurem Winter in Südafrika sind, ist dort Sommer. Daher zählen wir zu den größten Verbrauchern an Sonnencreme (lachen). Aber mal Ernst: Ibiza ist einzigartig. Wo sonst auf der Welt findet man so ein Angebot wie hier, wo es jeden Tag was
Neues zu sehen und zu hören gibt? Das inspiriert uns und macht uns glücklich.
Welche weiteren Events stehen an?
Nun, Ibiza ist unsere Homebase für das restliche Europa. Wir touren demnächst in Holland, Frankreich, England und wahrscheinlich auch Deutschland. Einfach mal auf unserer Facebookseite nachschauen: www.facebook.com/GOLDFISHLIVE Aber demnächst steht noch ein ganz besonderer Event an:
IBIZA STYLE PRESENTS GOLDFISH. Das wird am 25. August auf der Dachterrasse THE GEE des Gran Hotel (über dem Casino) stattfinden. Es wird eine unvergessliche Full Moon Party werden!
Durch die Führung und die Theaterszenen unternimmt der Zuschauer eine Reise in die Vergangenheit und erfährt, wie das Leben am Mittelmeer im 16. Jahrhundert war. Information: Touristoffice Vara de Rey Tel. +34 971.301.900; http://www.eivissa.es/
04. Dezember bis 12. Februar
Athletics
Santa Eulalia, Ibiza & Santa Inés
Puig de Missa in Santa Eulalia in der geringst möglichen Zeit zu erklimmen, ist die Herausforderung des 2200 Meter langen Rennens „Pujada al Puig de Missa“, das am 15. Januar zum 23. Mal stattfindet.
Wenn man einen Hund, eine Katze oder ein anderes Haustier hat und möchte, dass es mit Weihwasser benetzt wird, bietet das Kirchweihfest in San Antonio die beste Gelegenheit.
Auch wenn das Fest am 1.Mai das bekannteste und prächtigste ist, ist der wichtigste Tag in Santa Eulalia der 12. Februar und von daher der Haupttag des Kirchweihfestes der Gemeinde.
18. March 2012
San José day
San José
Jahrzehnte lang war der Tag des heiligen Josef Nationalfeiertag in ganz Spanien. Sankt Josef war so etwas wie der König der Heiligen.