Am Talamancastrand rätselten sowohl Einheimische als auch Touristen während der ersten Wintermonate was da in der Bucht für ein Schiff vor Anker lag – Kriegsschiff oder am Hafenausbau beteiligter Mehrzwecktender? Es war keins von beidem! Schaut die Cdt. Fourcault auf den ersten Blick vielleicht etwas martialisch aus, so ist sie aber in ihrem Inneren um so stylisher.
Eigentümer Pim De Rhodes, selbst ein sehr erfahrener IANTD Taucher hatte vor ein paar Jahren das ehemalige Lotsenschiff äußerst günstig auf einer Auktion für sein Unternehmen Seatec erstanden und es eigenhändig in eine schwimmende Taucherbasis umgebaut, ein Abenteuerschiff, vor allem aber in ein luxuriöses Haus, mit einem minimalistisch eingerichtetem Salon loftähnlich ausgestattet.
An Bord befinden sich aber auch alle für Berufs Taucher nötigen technischen Einrichtungen bis hin zu einer großen Dekompressionskammer. 50 Mann Besatzung können auf dem Schiff bequem untergebracht werden. Somit ist die Cdt. Fourcault vielseitig einsetzbar als Tauch-, Such-, Forschungs-, Rettungs- und Expeditionsschiff. Denn sie ist mit modernstem Sidesacan Sonar, Magnetometer und Rundum Sonar für Suche in 300 bis 900 Fuß Wassertiefe ausgestattet. Das 55 Meter lange und 498 Tonnen schwere Schiff kann 45 Tage ohne Auftanken fahren. All diesen Eigenschaften verdankt es Pim, dass seine Cdt. Fourcault häufig für die Suche nach alten Schiffwracks gechartert wird. Dies wird im Volksmund häufig als „Schatzsuche“ bezeichnet, hat aber meist einen wissenschaftlichen oder dokumentierenden Hintergrund.
Auf dem Meeresgrund vor der Kanalinsel Alderney entdeckten 2008 Taucher der Cdt. Fourcault in Zusammenarbeit mit Menson Bound, einem bekannten mit der Havard Universität zusammenarbeitenden Archäologen ein stattliches Kriegsschiff aus der Flotte von Königin Elisabeth I. Es handelt sich um einen der spektakulärsten Funde historischer britischer Kriegsschiffe. An Bord des Wracks befindet sich ein großer Waffenschatz aus dem elisabethanischen Zeitalter – ein schier unerschöpflicher Fundus für Archäologen und Historiker.
2009 trafen sich in Antwerpen 14 Taucher, um an Bord der Cdt. Fourcault in das Seegebiet der Skagerak-Schlacht zu fahren. Dieses Projekt fand 100 Seemeilen vor der dänischen Küste statt, mit dem alleinigen Ziel, die Überreste einer der größten und verheerendsten Seeschlachten der Geschichte auf Film zu dokumentieren, bevor die Spuren der Vergangenheit für immer von der Nordsee ausgelöscht werden.
Die Cdt. Fourcault diente auch als Basisstation im sogenannten Kea-Kanal (vor der griechischen Insel Keos) für das Team der National Geographic, die eine Dokumentation über die dort 1916 gesunkene, in 110 Meter Tiefe auf dem Meeresboden liegende Britannic – Schwesterschiff der Titanic – filmten.
Das neuste Projekt von Pim - in Zusammenarbeit mit weiteren Partnern und der dortigen Regierung- ist das Suchen, erforschen und Bergen von chinesischem Porzellan vor der Küste Vietnams. Es wird ein sensationeller Fund erwartet, denn es handelt sich um ein ca im 15. Jahrhundert gesunkenes Handelsschiff, das voll mit Porzellan beladen war.
Daher hat die Cdt. Fourcault zunächst ihren Liegeplatz in der Talamanca-Bucht verlassen. An Bord reisen nur Pim und seine Frau Angel zusammen mit Kater Moby sowie ihrer Wachmannschaft - den beiden Dobermännern Mac und Youpi und dem Zwergpinschermischling Bertje
Nein, nein. Wir wollen weder nostalgisch sein – noch die Disukssion zwischen analog und digital wiederbeleben – sondern nur mitteilen, dass die Bar Las Dalias Donnerstags jedem die Möglichkeit gibt, seine alten Schallplatten zu entstauben...
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