Die große Closing Fiesta 2016 des Space Ibiza war größer, lauter und wichtiger als jede andere Closing Party auf der Insel, die es jemals gegeben hat. Es war nicht nur ein krachendes Goodbye für diese Saison, sondern ein explosiver und emotionaler Abschied für immer. Bereits ab Januar tanzt Ibizas berühmtester Club unter der neuen Leitung des Ushuaïa.

„Noch nie hat es auf Ibiza eine vergleichbare Closing Party gegeben”, erklären die Mambo-Brüder sichtlich berührt nach ihrem Set am frühen Abend. „Wir durften und haben einer geschichtsträchtigen Veranstaltung beigewohnt, an einem Ort, den es so nie wieder geben wird. Erstaunliches über das Space gab es schon immer zu berichten, aber nun wird der Club zu einer unerreichbaren Legende des Nachtlebens auf Ibiza und wir sind dabei, es ist total crazy“.

Verrückt – das trifft es genau. Wer nicht dabei war, kann sich kaum vorstellen, wie emotional dieser Abschied war: Um 21 h liegen sich fremde Menschen weinend in den Armen, keine Kamera dieser Welt kann dieses Gefühl wiedergeben, das die Luft mit einem so melancholischen Timbre erfüllte, als gäbe es kein Morgen.

„Seit 1999 habe ich im Space aufgelegt“, schluckt der langjährige Resident DJ Jason Bye nach seinem back-to-back DJ Set mit Andy Baxter. „Fast jeden Sonntag war ich hier und bei mindestens 15 Closings, aber das heute fühlt sich anders an.“

Wie die fast 100 anderen DJs auch, die dem Space die letzte Ehre erwiesen, griff Jason zurück auf die Melodien seiner Anfangszeit im Space, inklusive „Tub“ von Grand Phabao, der die Massen 1999 in Ekstase versetzte. Auch Darius Syrossian sorgte draußen auf der Flight Stage mit Energy 52 und „Café del Mar” für Gänsehaut, während die Acid Größe Josh Wink der Nostalgie einen Schuss Surrealismus hinzufügte, inklusive der Hymne „Higher State Of Consciousness“.

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„Dieses surreale Gefühl ist doch ganz normal, wenn man bedenkt, dass wir es mit 27 Jahren Musikgeschichte zu tun haben“, bemüht sich der legendäre Promotor Danny Whittle um Erklärungen: „Wir haben hier drei Generationen auf der Tanzfläche, die aus der ganzen Welt zusammen gekommen sind, um dieser Hommage an den besten Club der Welt beizuwohnen. Das hier ist das Beispiel dafür, wie House Musik das Leben vieler Menschen verändert hat und sie auch miteinander verbindet“.

Die Zukunft des Space füllte in diesem Sommer die Klatschspalten fast sämtlicher Dance Music relevanter Zeitungen, aber an diesem einen letzten Sonntagabend wurde nicht mehr über die Zukunft gesprochen, sondern das Hier und Jetzt auf der Tanzfläche gelebt, die Pepe Rosello verlegt und belebt hat.

„Wir sitzen in der VIP Area, aber halb San Antonio ist mit uns“, ergreifen zum Schluss noch einmal die Mambo-Brüder das Wort. „Alle Nachbarn, die Leute vom Supermarkt, die Arbeiter aus dem Hafen, die Händler vom Früchtemarkt … – das hier ist Familie. Das sind die Menschen, denen Pepe jeden Tag die Hände schüttelt, mit denen er seinen Kaffee trinkt. Es sind die besten Plätze des Clubs, doch hier sitzen die Menschen, die Pepe wichtig sind, keine Prominenten. Auch in diesem Moment denkt Pepe nur an seine Freunde. Er ist Gentleman, Sportsmann und ein Mann der Insel. Er hat mehr für die Dance Szene getan, als jeder andere und einen der besten Nachtclubs geschaffen, wenn nicht sogar den besten der Welt. Eines ist sicher, so etwas wird es auf Ibiza sehr lange nicht mehr geben“.

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