Die Podcasterin Asal Zara wurde in Teheran geboren, wuchs aber in den Niederlanden auf. In ihrer aktuellen Videopodcast-Reihe stehen Themen wie Weiblichkeit, Resilienz und persönliche Transformation im Mittelpunkt der radikal ehrlichen Gesprächen mit außergewöhnlichen Frauen.
Jede Episode nähert sich der Frage an, was es wirklich bedeutet, Frau zu sein. Liebe, Verlust, Ehrgeiz, Mutterschaft, Identität, Trauma, Macht und Wandel stehen im Zentrum dieser Begegnungen.
Ibiza Style hat Asal getroffen und lässt nun die Frau sprechen, die sonst anderen Frauen Gehör verschafft: „Ich habe lange darüber nachgedacht, wie ich es erzählen soll. Ich hätte den klassischen journalistischen Weg wählen können. Doch es fühlte sich richtiger an, mein Herz sprechen zu lassen.
„Mein Leben bestand aus vielen Kapiteln. Einige davon waren von seltener Schönheit, Momente, in denen die Zeit still zu stehen schien, in denen ich vollkommen eins war mit dem Augenblick. Vielleicht klangen die Vögel intensiver, harmonischer, vielleicht beruhigten die Wellen meine Seele auf eine Weise, die ich heute noch spüre. Die Farben am Horizont erinnerten mich an Gemälde von Monet.
„Viele Jahre war ich allein unterwegs – nur ich, meine Kamera, mein Laptop und mein Rucksack. Schreibend, fotografierend, beobachtend. Heute kann ich gut mit mir selbst sein. Doch das war nicht immer so.
„Ein Gefühl zog sich wie ein roter Faden durch mein Leben: das Gefühl des Verlassen seins. Lange habe ich mich darin verloren, mich selbst bemitleidet, versucht, meine Existenz zu rechtfertigen. Rückblickend erscheint mir das wie vergeudete Zeit – und doch war es wohl ein notwendiger Teil meines Heilungsprozesses.
„Ich stamme aus einfachen Verhältnissen. Wir hatten gerade genug zum Leben. Als Einwanderer aus dem Iran in den Niederlanden aufzuwachsen, war zugleich Herausforderung und Privileg. Ich erwähne das nicht aus Sentimentalität, sondern weil mir etwas Entscheidendes fehlte: Vorbilder. Mentoren. Menschen, die mir gezeigt hätten, dass ein anderes Leben möglich ist.
„Niemand hat mir gesagt, dass ich eine Wahl habe. Niemand hat mir vorgelebt, dass jemand wie ich die Chance auf ein erfülltes, freies Leben haben könnte. Alles, was mir blieb, waren Bücher, Zufluchtsorte, in die ich mich zurückzog, und ein tiefes Bedürfnis nach Bedeutung. Ich wollte mich wertvoll fühlen. Geliebt werden.
„Heute, wenn ich auf mein Leben blicke und sehe, was ich meinen Kindern ermöglichen kann, erfüllt mich das mit Dankbarkeit, aber auch mit Nachdenklichkeit. Wie viele Jahre habe ich mich unnötig allein gefühlt? Wie anders hätte mein Weg verlaufen können?
„Was mir gefehlt hat, waren die Geschichten anderer Frauen. Ehrliche Stimmen. Berichte davon, wie sie gefallen und wieder aufgestanden sind. Was sie gefühlt, was sie entschieden, was sie verändert haben. Zu sehen, wie Schmerz in etwas Schönes verwandelt werden kann, das hätte alles verändert.
„Das war Idee hinter „Her Side of the Stories“. Ein Podcast, in dem ich außergewöhnlichen Frauen eine Stimme und ihren Geschichten Raum gebe. Wir sprechen über ihre Höhen und Tiefen, über Brüche, über Wachstum, über Transformation im wahrsten Sinne. Denn eine der tiefsten Erkenntnisse meiner Reisen war: Wir sind einander ähnlicher, als wir glauben. Wir durchleben vergleichbare Herausforderungen. Und wir sehnen uns nach denselben Dingen.
„Gedreht werden die Episoden in unserem verwunschenen Wald hier auf Ibiza – jener Insel, die mein Partner Andy, unsere beiden Kinder und ich seit acht Jahren unser Zuhause nennen dürfen. Unsere Gäste reichen von bekannten Persönlichkeiten bis hin zu stillen Heldinnen des Alltags.
„Möge die Kraft dieser Gemeinschaft uns verbinden, uns heilen und inspirieren. Mich hat sie verändert.
„Jeden Dienstag um 15 Uhr veröffentlichen wir eine neue Folge auf YouTube. Frei zugänglich für alle, die zuhören möchten. Es ist mir eine Ehre, diesen Raum mit euch zu teilen.“
