Hey how ya doin’

Sorry ya can’t get through

Why don’t you leave your name

And your number

And I’ll get back to you

In einem Land vor unserer Zeit, vor Twitter, Instagram und Facebook, gab es eine Phase, irgendwann Ende der 80er Jahre, da waren Anrufbeantworter der letzte Schrei. Im Zuge dessen in Mode: „kreative Sprüche“ für den Anrufer, der niemanden erreichte. Und De La Soul installierten dieses Phänomen via ihrem Song „Ring Ring Ring (Ha Ha Hey)“ ein für alle mal in der Popkultur. De La Soul, das sind Posdnuos, Dave und Maseo, und wie so viele Stile in der Musik eine Gegenbewegung darstellten – Punk vs. Prog, New Romantic vs. Punk, Techno vs.Rock – war auch ihr peaciger Hip-Hop-Style eine Antwort, in diesem Falle auf den so omnipräsenten Gangsta-Rap am Scheitelpunkt der 80er und 90er Jahre.

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Zusammen mit Bands wie A Tribe called Quest und den Jungle Brothers stand das Trio damals für einen etwas anderen Ansatz in der schwarzen Musik als die toughen Jungs von N.W.A., Tupac oder Ice-T – die „Native Tongue“-Bewegung. Das O in ihrem Bandlogo zierte ein Peacesymbol, Gänseblümchen prangten auf ihren Plattencovern. Anno 1988 gegründet, geriet gleich ihr Debüt „Three Feet High and Rising“ zum Referenzwerk, zum Klassiker, zu einem der besten Hip-Hop-Alben aller Zeiten. Das von Prince Paul produzierte Werk bezog sich im Titel auf den Countryhelden Johnny Cash, schon das ein Augenzwinkern par excellence, der Keytrack „Me Myself and I“ wurde zu einem gigantischen Welthit.

Mit „De La Soul is Dead“ bewiesen sie zwei Jahre später, dass sie auch düstere Töne drauf haben, „Stakes is High“ (1999) und „Art Official Intelligence: Mosaic Thump“ (2000) wurden ebenfalls veritable Chartserfolge. Mit „De La Dunk“ entwerfen sie später ihren eigenen Turnschuh, anno 2004 folgt ein letztes Album, zwei Jahre darauf fuhren sie einen Grammy ein für ihr „Feel Good Inc.“ auf dem „Demon Days“-Album von Damon Albarns Gorillaz.

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In Sachen eigenem Album war es lange Zeit ruhig, aktiv war das Trio dennoch und veröffentlichte Mixtapes, ging  mit „Rock the Bells“, an der Seite von A Tribe called Quest, Nas und anderen, auf Tour, arbeitete ein weiteres Mal mit den Gorillaz zusammen und remixte die Indie-Legende Yo La Tengo.

Auf Ibiza sorgten sie 2011 mit einer Liveshow im „Space“ für Furore, beim diesjährigen „Ibiza Rocks“ räumte das Dreigestirn ein weiteres Mal ab. Und auch auf einen neuen Longplayer können wir uns freuen. Die dafür im März initiierte Kickstarter-Kampagne hatte binnen zehn Stunden ihr Ziel von 110.000 Dollar erreicht. Der Titel der neuen Platte lautet „And The Anonymous Nobody“ und sie soll in Kürze erscheinen.

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