Trotz Frühling ziemlich kühl – das Wetter in London, als wir uns dort mit dem britischen House und Techno DJ Richy Ahmed treffen. Auf Ibiza zählt er längst zu den Big Names, in diesem Sommer wird er bei den absoluten Institutionen der Insel – Music On, Paradise, elrow und Circo Loco – auftreten. Im Mittelpunkt unseres Gesprächs steht jedoch das Privilege, wo Richy eine führende Rolle einnimmt. Glaubt man den Prognosen, dann steht  die Wiederauferstehung des größten Nachtclubs unmittelbar bevor.

„Der Vista Club ist die nächste Stufe,“ so Richy. „Für mich ist das der beste kleine Saal auf der Insel. Der Sound ist unfassbar. Ich wollte dort noch mehr Parties machen. Man bot mir auch einen wöchentlichen Slot an, aber alle wollen ein Stück von mir und dieses Mal war es einfach zu kompliziert.“

Im UK hat die Popularität von Richys FourThirtyTwo-Parties, wo er regelmäßig die ganze Nacht spielt, stetig zugenommen. „Ich dachte zunächst an Clubs mit 400er-Kapazität,“ erklärt Richy. „Kleine Läden wie der Sub Club in Glasgow, Black Box in London oder der Cosmic Ballroom in Newcastle, aber überall war es schnell ausverkauft. Dann ging es ins Londoner fabric und den Vista Club in Ibiza. Mir war diese Popularität gar nicht so klar. Ich sollte im April auch in Bristol in der Marble Factory spielen, aber die 600 Tickets waren so schnell weg, dass man die Nummer ins wesentlich größere Motion mit 2000er Kapazität verlegte. Ich dachte nur, hey, Motion ist eine Riesensache. Ich war doch ziemlich nervös, aber mein Manager lachte nur: ‚Keine Sorge, das wird schon.’ Aber ganz ehrlich: Das ist alles viel größer geworden, als ich jemals gedacht habe.“

Richys neues Label ist mehr als nur eine imposante Marke für Tech-House Parties, allein die FourThirtyTwo-Insignien sind schon ein Hingucker. „Ich mache nur fünf Releases im Jahr,“ erzählt Richy weiter. „Jeder Release muss top sein. Ich habe zudem fantastisches Artwork, großformatig bedruckte Vinyl Sleeves. Ich stecke sehr viel Liebe ins Label und ich hoffe, die Leute merken das. Die April-VÖ von Luca Cazal steht für unsere Philosophie, für all das, was uns antreibt.“

Der Begriff FourThirtyTwo ist dem sogenannten 432 Hz-Wunderton gewidmet, eine vibrierende Frequenz, die überall in der Natur und im Universum zu finden ist. „Ich wollte das Label mit dem Bewusstsein verbinden,“ sagt Richy und lächelt. „Etwas Kosmisches, aber nicht so direkt, indem ich ihm einen Namen wie etwa Gaia gegeben hätte. Ich bin zur 423 Hz Musik hingezogen und habe auch meine erste EP darauf abgestimmt. Ich stehe darauf; bewusstes Leben, Yoga, alte Glaubensarten. Es ist am wichtigsten, dass man all seine Liebe, Musik und Kreativität nach außen bringt. Ich hoffe, die Leute mögen das Konzept. Und wenn nicht, dann zumindest die Musik.“

Richys FourThirtyTwo Parties im Vista Club Privilege am 1. Juni und im September (Datum tbc.)

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