Im Heart Ibiza koexistieren aus 3 ganz unterschiedlichen Disziplinen die besten ihres Faches: die magische Akrobatik des Cirque du Soleil, die besten Kochkünste aus der ganzen Welt, und die Regie der einzigartigen Gebrüder Adrià, Ferran und Albert.

Das Heart Ibiza wurde konzipiert, um jeden Tag einzigartig werden zu lassen. In einem ständigen kreativen Prozess wird hier an gastronomischen Innovationen experimentiert. Durch unterschiedliche Darbietungen, visuelle Reize und musikalische Improvisationen (Happenings) wird eine Erlebniswelt präsentiert, die sich im Verlauf eines Abends bis in die frühen Morgenstunden ständig verändert.

Extra für die Leser von Ibiza Style nimmt sich der vielbeschäftigte Albert Zeit, ein paar Fragen zu beantworten.

Sind Sie glücklich mit der derzeitigen Entwicklung?

Ibiza ist ein besonderer Ort. Es braucht seine Zeit um den richtigen Rhythmus zu finden, gerade weil die Saison kurz ist. In Anbetracht der Tatsache, dass wir spät gestartet sind, können wir sehr zufrieden mit dem Stand der Dinge sein.

Alle Küchenchefs legen großen Wert auf die Zutaten, die sie verwenden – wie wichtig ist das für Sie?

Für mich ist das absolut essentiell. Wir arbeiten mit einem speziellen System: Lieferanten, die uns mangelhafte Waren anliefern, müssen diese sofort zurücknehmen. Ich wünsche nur das Beste! Zu dieser Jahreszeit kann es schwierig sein, gutes Gemüse und Fisch zu bekommen. Aber ich verwende lieber eine Makrele von super Qualität, als einen Thunfisch, der nicht topfrisch ist.

Wie bewerten Sie Ihre Gastronomie angesichts der Gäste auf Ibiza?

Das ist eine gute Frage. Am Ende unterscheidet man doch nur in gutes oder schlechtes Essen und das entscheiden die Gäste. Es ist eine Frage des Kundenwunsches. Gäste sind auf der Suche nach etwas, was sie sonst nirgendwo finden. Ich gebe Ihnen ein Beispiel für die jüngste Innovation. Oben auf der Terrasse servieren wir nun die chinesische Nudelsuppe Ramen und kombinieren diese mit einer gefrorenen Sauce: populär und spektakulär. Nun dürfen wir erleben, dass die ersten Gäste wiederkommen, und das ist sehr ermutigend! Das erste Jahr ist ein Experiment, wir testen, was ankommt und was nicht. In den sechs Wochen, in denen wir nun geöffnet haben, haben wir über acht Menüs ausprobiert.

Gibt es lokale, kulinarische Traditionen der Insel, die Sie im Heart übernommen haben?

Wenn Sie sich erinnern, gab es am Eröffnungstag ein Stew, das auf einem alten ibizenkischen Rezept beruht. Das Problem mit den regionalen Produkten ist, dass wir eine große Menge davon benötigen und die hiesigen Bauern das Volumen nicht bewältigen können.

Sind Sie besorgt, dass die Performance vom Cirque du Soleil in Ihrem Restaurant von der Kochkunst ablenkt?

Nein, im Gegenteil. Ich glaube, dass es uns ermutigt, unsere Messlatte noch höher zu legen. Wie gesagt, in dieser Saison probieren wir uns aus und machen ein Feintuning was die Performance, die Musik und die Gastronomie betrifft. Wenn alles auf dem Punkt ist – und das wird es nächste Saison – dann schlägt das Heart im Takt!

Erzählen Sie doch was über Ihre Beziehung zu Ibiza und wie Sie die Insel bewerten als neuen Hotspot für Haute Cuisine?

Mein Ibizabezug ist nicht wirklich aufregend: Ich komme hierher, um zu arbeiten. Im Allgemeinen glaube ich, dass Haute Cuisine ein Zeichen für wirtschaftliche Stärke ist. In Deutschland, Belgien, England und Frankreich haben sie die besten Restaurants überhaupt und das sind attraktive Wirtschaftsstandorte. Ibiza ist ebenfalls auf den Weg dahin. Es gibt immer noch Leute, die sagen, hier kann man nicht gut essen, aber das Niveau der Gastronomie steigt stetig an. Es gibt immer bessere Produkte, hochwertigere Lieferanten und eine immer größere Auswahl an Restaurants.

Es ist allgemein bekannt, dass Sie gerne ausgehen, gibt es einen besonderen Ort auf Ibiza, den Sie bevorzugen?

(lacht) Ich würde sehr gerne ausgehen, aber die Wahrheit ist, dass ich einfach zu wenig Zeit dafür habe.

Inwieweit ist Ihr Bruder Ferrán in das Heart involviert?

Er ist eng eingebunden. Ich schicke ihm täglich Berichte und er ist sehr enthusiastisch.

Gibt es eine Aktivität bei der Sie oder einen Ort auf Ibiza, an dem Sie ausschalten können? 

Ja (lacht), das Gran Hotel! Hier gehe ich gerne kurz schwimmen. Oder am Abend ein Spaziergang zum Leuchtturm. Ich liebe es.


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Ferran und Albert Adrià 

Ferran und Albert Adrià gehören wohl zu den bekanntesten Brüderpaaren der gastronomischen Szene weltweit. Ihres Kommunikationstalentes sei Dank haben sie in zahlreichen Präsentationen und Publikationen die internationale Gastroszene in ein Vor- (den Brüdern Ferran) und ein Nachher geteilt – und das weltweit.

Guy Laliberté 

Guy Laliberté zu beschreiben, heißt einen Traum zu beschreiben. Der Kanadier, der bereits mit 14 Jahren als Straßenkünstler aktiv war, gehört zu den Gründern des Cirque du Soleil, einem Zirkuskonzept, das durch das Weglassen klassischer Elemente, wie Manege und Tiere, Weltruhm erlangte. Seinem Talent und seiner Kreativität ist es zu verdanken, dass dieses Konzept so erfolgreich wurde. Seine Energie und seinen Geist steckt er auch in viele neue innovative Konzepte, wie zum Beispiel nun in das jüngste Projekt der Adrià Brüder, das Heart Ibiza.

Frank Helpin 

Frank Helpin wurde in Sept-Iles (Québec) geboren. Seit fünf Jahren arbeitet er für den Cirque du Soleil. Derzeit ist er der kreative Direktor von Cirque du Soleil Hospitality. Zwei Jahre lang war das Heart Ibiza ein Traum von Frank, der dieses Konzept gemeinsam mit Ferran und Albert Adrià ausarbeitete, nun wurde dieser Wirklichkeit.

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