Pioneer DJ und Ibiza Style verbindet eine lange gemeinsame Geschichte, denn beide haben seit langem eine Liebesbeziehung mit Ibiza. Die Markenidentität ist mit Ibiza verwurzelt und die jüngste Trennung von Pioneer Cooperation und Pioneer DJ fokussiert diese noch mehr auf die Dance Musik Industrie. Das amerikanische Private Equity Unternehmen KKR hat die DJ Sparte aufgekauft. Wir sprechen mit Mark Gronefeld, Geschäftsführer Pioneer DJ Europe, über die neue Marktpositionierung und das Engagement für das Projekt Bridges for Music.

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Er erklärte, dass die jüngste Trennung zunächst einmal eine Diskussion angeregt hat über die Werte und das Image von Pioneer DJ. Man erweiterte den Horizont auf andere europäische Städte, weg von der VIP-Kultur, die auch in der Musikszene von Ibiza in den letzten Jahren immer dominanter geworden ist. Die vibrierenden, authentischen Städte wie London, Berlin, Tel Aviv, Paris, Barcelona und Stockholm sind Vorreiter in vielerlei Hinsicht und so hat Pioneer DJ hier Beziehungen zu Start Ups aufgenommen. Viele junge Unternehmer suchen Risikokapitalgeber, um ihre Firmen aufzubauen und ihre Horizonte zu erweitern. Pioneer DJ hat nun angefangen, Hubs in Shoreditch, Berlin und Tel Aviv aufzubauen, die vor Ort die Zusammenarbeit zwischen Pioneer DJ und den Produktionsfirmen verbessern sollen. Dabei fährt man die Politik der offenen (Studio-)Tür. Junge Leute sind in den Räumlichkeiten willkommen, um Ideen zu diskutieren. Das Potential der jungen Leute soll gefördert und ein direkter Kontakt zu Investoren angeboten werden. Ein scharfer Kontrast also zu Champagner und zu den hedonistischen Prinzipien, die wir auch hier auf der Insel nur allzu oft erleben.

Dennoch, das betont Mark, soll das kein Signal sein, um sich weg von Ibiza zu bewegen, es soll vielmehr eine Verknüpfung zwischen der Insel und den Städten erfolgen. Mark sieht hier die Chance, das Ibiza Inspiration erhält, um noch mehr echte und authentische Locations zu eröffnen, die Musik, Leidenschaft und Style an erster Stelle setzen, anstatt eine VIP Atmosphäre zu schaffen. Ein so besonderer Ort ist auch das Sankeys, das erst kürzlich mit einer Pioneer Professional Audio Installation ausgestattet wurde. Eine passende Partnerschaft, repräsentiert das Sankeys doch die echte Underground Szene.

Mark verdeutlicht, dass er keineswegs der Meinung ist, das Ibiza Stadt nicht ein passender Ort für einen Pioneer Hub wäre – ganz im Gegenteil. Er sieht großen Bedarf bei all den Talenten, die sich in der Szene bewegen. Die Markenidentität ist verknüpft mit der Underground Szene und echter Dance Music – das spiegelt sich auch in dem großen Engagement für das Charity Projekt Bridges for Music wieder. Diese Wohltätigkeitsorganisation hat starke Verbindungen zu Ibiza. Es war Valentino Barrioseta, ehemaliger Manager des Superclubs Amnesia, der dieses Projekt vor vielen Jahren ins Leben gerufen hat. Auch er war enttäuscht von der sogenannten VIP Szene und suchte danach, seine Leidenschaft für Musik für eine lohnende Sache einzusetzen: Bridges for Music war geboren. Die Idee hinter dem Projekt ist es, junge Erwachsene aus benachteiligten Regionen eine Chance zu geben, eine Brücke zu bauen, damit diese sich weiterentwickeln können. Natürlich werden die jungen Musiktalente gefördert und dabei dennoch die Wurzeln akzeptiert. So ist die Arbeit in den Townships von Kapstadt geprägt davon, die eigenen Werte zu erkennen und in die dortige lebendige Musikszene einzubringen.

Derzeit wird eine Schule in Langa gebaut, einem der ärmsten Townships. 2016 soll die Schule eröffnet werden und möchte mit Begeisterung junge Menschen zurück an die Schultische bringen, um ihre Fähigkeiten zu fördern. Musik wird eine große Rolle spielen: nicht nur, wie man Musik macht, sondern auch Unternehmensführung, Marketing und Kommunikation. Vor Ort unterstützen lokale Mentoren das Projekt.

Bridges for Music wird von Ibizas bekanntesten DJs wie Luciano, Richie Hawtin und Loco Dice unterstützt, die bereits alle in Kapstadt waren, um sich persönlich vor Ort in Workshops einzubringen. Und das Engagement geht weiter: die diesjährige IMS Conference auf Ibiza hatte Bridges for Music in den Mittelpunkt des diesjährigen Legends Dinners zu Ehren Sven Väth’s gestellt, bei dem eine große Auktion (natürlich von Pioneer DJ unterstützt) Geld für das Projekt einspielte. Für diese jungen Menschen ist Musik ein (Überlebens)weg, ein Lebensgefühl und eine Berufung – und neben Fußball die wohl populärste Freizeitbeschäftigung.

Pioneer DJ hilft, die Workshops zu organisieren und liefert die technische Ausstattung für die Schulen, die für die Markenidentität des Unternehmens stehen. In den nächsten Jahren möchte die Firma sein Engagement für junge Menschen und Musiktalente noch viel weiter ausbauen und wird Musikproduktionen und DJing fördern. Dabei sucht das Unternehmen auch den Kontakt zu den Regierungen der europäischen Länder, um Programme und Lehrpläne auf den Weg zu bringen, die Musik an den Schulen noch stärker fokussieren.

Das Engagement von Pioneer DJ zur Förderung von Talenten in den Townships ist eine zukunftsweisende und inspirierende Bewegung, die hoffentlich noch viel mehr Begeisterung und Nachahmer auf den Plan ruft, um weltweit tätig werden zu können.

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