Vor 10 Jahren kam den langjährigen Freunden Guy Laliberté, Gründer des weltberühmten Cirque du Soleil, sowie den katalanischen Spitzenköchen Ferran und Albert Adrià der Gedanke, etwas absolut Originelles auf Ibiza zu schaffen. Inzwischen ist ihre geniale Idee Wirklichkeit geworden – Heart, zu gleichen Teilen Kunst, Gastronomie und Musik.

Untergebracht in Ibizas ehemaligem Casinorestaurant Jackpot liegt Heart inmitten des Zentrums der goldenen Inselmeile. Die ideale Location für die Brüder (die etwas nah bei Barcelona gesucht hatten) sowie für Zirkus-Entrepreneur, Bewohner und Ibizaliebhaber, Guy Laliberté. Bei diesen Charakteren erwartet man Haute Cuisine und atemberaubende Akrobatikshows. Aber die Akteure wollten mehr: etwas völlig anderes zu machen. Etwas, bei dem Kunst und Performance die wesentliche Inspiration für das Essen bieten und etwas, was die Besucher aufrichtig überrascht und angeregt wieder fortgehen lässt. „Wir möchten zum Nachdenken und zu Gesprächen anregen. Das hier ist eine Art Ideen-Labor“, ergänzt der wortgewaltige baskische Event-Spezialist und Mitbesitzer Busturia.

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Musikalisch hat Heart 3 große Abende zu bieten – „Heart Factory“ am Dienstag, donnerstags „Boho“ und die „Acid Sundays“ unter der Schirmherrschaft des Berliner Meisters DJ Acid Pauli. „Heart Factory“ ist als Kombination aus Live Acts und Electronic Music gedacht, entsprechend der Eröffnungsfeier am 30. Juni, einer innovativen Gemeinschaftsarbeit von Ibizas Techno-Overlord Sven Väth und dem weltbekannten Piano-Wunderkind Nils Frahm. Die Boho-Party donnerstags ist mehr „Underground“, mit Betonung auf Live Performance. Der Acid Sunday hat das Zeug zu einer gewaltigen Ibiza-Party zu werden: eine Synergie aus sich ständig fortentwickelndem Techno „Berlin-Style“ und Input aus aller Welt. Mit den jüngsten Acid-Sunday-Partys zu Themen wie „Trip to heart“ und „Wir sind die Vorstellung unserer selbst“ verspricht Heart, die Grenzen dessen zu sprengen, was die Leute als Club Kultur zu kennen glauben. An den „Standard“-Abenden – Heart Beat Events – werden talentierte ibizenkische Gruppen nebst Hausband The Johnny Freelance Experience vorgestellt. Schwerpunkte sollen sein: Funk & Soul und jede Menge Spaß.

Oben bietet Hearts weitläufige 800-m²-Terrasse einen herrlichen Blick auf Dalt Vila, In-Situ-Kunst, täglich neue Performance, balearische Rhythmen und die Gelegenheit, zwischen Ständen mit erstklassigen internationalem Streetfood und dem unverkennbaren Adrià-Touch zu bummeln. Eine lässige Open Air Area bei freiem Eintritt (Essen-Coupons kosten 80 €, Getränke extra), die sicher zum „In-Spot“ unter Clubgängern wird, die gerne einen Drink genießen wollen. Laut Frank Helpin, charmanter Quebecer und Hospitality-Chef, ist dies „der Hippie-Markt der Zukunft“. „Was wir hier machen, ist völlig experimentell; das Zusammenkommen von Kunst und Essen überrascht und fasziniert. Wenn du herkommst, fühlst du dich, als würdest du einen aktiven Kunstraum betreten, in dem ständig agiert wird. Gleichzeitig spielt die Insel stark mit hinein; vieles, was du siehst, ist von Ibiza inspiriert: Bauern und Fischer, die Pflanzenwelt, sogar das Graffiti.“

Der umwerfende Veranstaltungsort – designed von der spanischen Top-Architektin Patricia Urquiola, bietet der Kunst und der Performance den angemessenen Rahmen. Dinnergäste und Clubgänger finden sich wieder inmitten standortspezifischer Avantgarde-Kunst internationaler Künstler wie Takashi Murakami, Miguel Chevalier, Richard Long, Rafael Lozano-Hemmer sowie des Kollektivs UVA aus London, interaktiver Projektionen, Installationen und fortlaufender Ausstellungen – kuratiert von Ventana Contemporary Ibiza und Art Projects Ibiza. Dazu kommen topaktuelle Maler, urbane Tänzer, schönen Musen, Wandmaler, zeitgenössische Tänzer und Choreographen. Nicht ohne Grund setzt sich der Name Heart zusammen aus den Worten „Human Art“. Wenn es diesem Ort nicht gelingt, ganz neue Maßstäbe in der sich ständig verändernden Insel-Kunst-Szene zu setzen, dann weiß ich ehrlich nicht, wem es sonst gelingen sollte.